Mandorla Kachelkunst

Vom Feuer zum Ofen

Der Kachelofen -

Ein Kulturgut

Die Entwicklung von der Feuerstelle hin zum Kachelofen ging auch mit entscheidenden Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität einher. Bis zum Ende des Frühmittelalters wurden die Heizöfen noch nach dem Vorderladerprinzip befeuert. Für den Rauch gab es noch keine Abzugsmöglichkeit. Erst im Verlauf des 11. Jahrhunderts entwickelte sich daraus der Hinterlader-Kachelofen. Dieser konnte von der Rückseite her, durch die Feuerwand von der Küche aus beheizt werden.

Damit war die rauchfreie Stube entstanden. Der zentrale Lebens- und Arbeitsraum im Mittelalter, das Herz des Hauses. Über mehrere Jahrhunderte blieb der Kachelofen die einzige Koch-Heiz-Quelle des Hauses. Erst durch zunehmenden Wohlstand wurde dieses Prinzip immer mehr auseinander dividiert. Doch bis heute ist das Sitzen in der „guten Stube“ nicht nur in manchen alten Bauernfamilien eine Auszeichnung. 

Aus der Mode gekommen ist der Kachelofen wahrlich nicht. Immer mehr Menschen wissen die angenehme Strahlungswärme zu schätzen und möchten sich die Sonne wieder ins Haus holen. Ein Grundofen kann zum Kochen, backen und dörren verwendet werden und beschreibt einen gewissen Lebensstil im Kreislauf mit dem Feuer. Einmal angefeuert, bringt er durch die massive Bauweise bis zu 24 Stunden Wärme, weist dabei sehr gute Abgaswerte auf und heizt CO2-neutral. Darüber hinaus ist jeder Kachelofen ein Unikat nicht nur in der Erscheinung sondern auch in seinem Verhalten.   

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